Ein Handstück, mehrere chirurgische Funktionen
Der BJ2110 basiert auf einem multifunktionalen Handstück statt auf einer einzelnen, speziell für eine chirurgische Aufgabe ausgelegten Komponente. Verschiedene Aufsätze können an dieselbe Antriebseinheit angebracht werden, sodass das Gerät für Bohren, Sägen, Aufbohren, Stift- und Drahtinsertion, Schädeloperationen sowie weitere orthopädische Anwendungen konfiguriert werden kann.
Diese Konfiguration kann für Krankenhäuser nützlich sein, die eine einheitliche Antriebsplattform beibehalten möchten und für jeden Eingriff den jeweils passenden Aufsatz auswählen. Sie ermöglicht zudem Distributoren eine breitere Produktpalette anzubieten, anstatt separate, vollständige Motorsysteme für jede Funktion zu führen.
Schneller Wechsel der Aufsätze im Operationssaal
Das Handstück verwendet ein schnelles Cup-Link-Aufsatzsystem, wodurch der Wechsel zwischen kompatiblen chirurgischen Köpfen erleichtert wird. Die Verbindung ist zudem für eine 360°-Drehung ausgelegt, was dem Operateur mehr Freiheit bei der Positionierung des Aufsatzes bietet.
Bei Verfahren, bei denen die Richtung des Instruments während der Einrichtung angepasst werden muss, kann eine drehbare Verbindung besonders nützlich sein. Die genaue Befestigung und Kopplung ist stets an die vorgesehene Handstückkonfiguration und die chirurgische Anwendung anzupassen.
Eine breite Auswahl verfügbarer Aufsätze
Die BJ2110-Plattform unterstützt eine breite Auswahl an Aufsätzen, darunter:
- Sagittalsäge
- Hochgeschwindigkeitsbohrer
- Kleiner AO-Kupplungsbohrer
- Hohler Bohrer
- Acetabulumfräser
- Kranialbohrer
- Kranialfräser
- Sternumsäge
- Säbelsäge
- Drehmomentbegrenzer
- Oszillierende Säge vom TPLO-Typ
- Pin- und Drahttreiber
Diese Vielfalt verleiht dem System eine deutlich umfassendere Einsatzrolle als einer spezialisierten Knochenbohrmaschine oder einem spezialisierten Knochensägegerät. Ein Krankenhaus kann ausschließlich diejenigen Aufsätze auswählen, die es regelmäßig verwendet, und die Konfiguration später erweitern, sobald zusätzliche chirurgische Funktionen erforderlich sind.
Verschiedene Bohrkonfigurationen für unterschiedliche Anforderungen
Das System umfasst mehrere Bohroptionen mit unterschiedlichen Betriebseigenschaften. Die Hochgeschwindigkeitsbohrmaschine und die Bohrmaschine mit kleiner AO-Kupplung sind auf 0–1100 U/min mit einem maximalen Drehmoment von 2,5 N·m ausgelegt, während die Hohlbohrmaschine auf 0–600 U/min mit einem Drehmoment von bis zu 4,5 N·m ausgelegt ist.
Der Acetabulumfräser ist für einen niedrigeren Drehzahlbereich von 0–270 U/min mit einem maximalen Drehmoment von 10 N·m konzipiert. Diese Unterschiede ermöglichen die gezielte Auswahl des Aufsatzes entsprechend der jeweiligen Bohr- oder Fräsaufgabe statt die Verwendung eines einheitlichen Betriebsprofils für alle Eingriffe.
Sägen und Hubbewegungsfunktionen
Die Plattform umfasst zudem mehrere motorbetriebene Schneidoptionen. Die Sagittalsäge und die Hub-Säge sind mit bis zu 15.000 Schwingungen pro Minute spezifiziert, während die Sternumsäge einen Schwingungsbereich von 0–15.000 aufweist.
Eine TPLO-typische oszillierende Säge ist ebenfalls im Zubehörsortiment erhältlich und bietet tiermedizinischen Orthopäden eine Option für Eingriffe, die dieses spezifische Schnittformat erfordern. Die Wahl der Klinge und des Zubehörs sollte sich auf den geplanten chirurgischen Eingriff sowie die Kompatibilitätsanforderungen des Herstellers stützen.